EPP Depron Carbon Zubehör
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Flügel zerlegbar bauen

Die im Flugmodellbau üblichen Stecksysteme sind meist sündteuer, oftmals spielbehaftet und nicht gerade leicht in ein EPP Modell einzubauen, da hierfür große und vor allem präzise Ausschnitte hergestellt werden müssen. Ich selbst verwende lieber einfache Sperrholzrippen, die 4 ausserhalb des Profils liegende Anschraubpunkte besitzen. Da wir hier keine Scale Modelle bauen sei mir dieser Frevel hoffentlich verziehen. Um die Aerodynamik müssen wir uns keine Sorgen machen - eine klassische Steckverbindung wäre viel schwerer, was uns im Endeffekt mehr Nachteile beschert als 4 kleine Schraubenköpfe.

Herstellung der Verbindungsrippen

Die Rippen zur Verbindung der Flügel können aus Buchensperrholz oder auch GFK / CFK Platten hergestellt werden. Verwende keine weichen Hölzer wie Birkensperrholz oder gar Balsa - das wird nicht auf Dauer halten.



Das Bild oben zeigt die Rippe, wie ich sie bei meinem Rinuzeros verwende (du kannst sie als .pdf herunterladen wenn du mit der rechten Maustaste auf das Bild klickst). Sie soll aber nur das Prinzip verdeutlichen... am einfchsten gehst du so vor:
  • Stelle den Flügel mit ein paar cm Abstand zum Rand senkrecht auf das Brett und zeichne die Profilkontur ringsherum mit einem Bleistift ab.
  • Zeichne nun von Hand die 4 "Hügel" mit den Befestigungslöchern dazu - die vorderen beiden sollten relativ nahe an der Spitze des Profils liegen, die hinteren aber nicht zu weit hinten, da das Profil dort zu dünn wird.
  • Es reicht wenn du eine Rippe so anzeichnest - lege nun so viele Brettchen übereinander wie du später Rippen benötigst und säge erst mal alles grob aus...
  • Bohre nun alle 4 Löcher auf einmal durch den Stapel und verschraube dann den ganzen Block zur weiteren Bearbeitung - damit ist sichergestellt, dass später alle Rippen identisch sind und perfekt zueinander passen.

Befestigen der Rippen am Flügel



Die Rippe wird großzügig mit Epoxidharz angeklebt und anschließend mit einigen Streifen Strappingtape zusätzlich gesichert. Achte darauf, dass die Strappingtapestreifen gleichmässig verteilt sind und keine Unebenheit der Stirnflächen verursachen. Um ein Verschieben der Rippen zu verhindern ist es hilfreich vor dem Verkleben ein paar sehr kleine Löcher hineinzubohren, durch die man die Rippen mit ein paar Stecknadeln fixieren kann. By the way... die Rippen benötigen keine direkte Verbindung zu den Holmen im Flügel, sie sollten die Rippe aber fast berühren bzw. nur wenige mm Luft dazwischen sein. Kurz hinter der hinteren Verbindung sind auf dem Bild 3 kleine Steckerstifte zu erkennen - die gegenüberliegende Rippe hat an dieser Stelle eine Servobuchse - damit wird die elektrische Verbindung zum Servo automatisch beim Zusammenbau hergestellt.

Zusammenschrauben

OK... zum eigentlichen Zusammenschrauben werde ich (hoffentlich) nichts sagen müssen. Nur ein paar Dinge, die nebenher bedacht sein sollten:
  • Verwende beidseitig Beilagscheiben, sonst graben sich die Schrauben und Muttern immer tiefer ins Holz, bis es irgendwann kaputt ist.
  • Übertreibe es nicht beim anziehen der Schrauben - sie müssen fest sein, aber sie sollen nicht so viel Druck ausüben, dass das Holz beschädigt wird.
  • So... nun stehen wir auf dem Flugplatz und eine Schraube fehlt... kurz um: wenn du unbedingt Trümmer einsammeln willst kannst du gerne auch mit 3 Schrauben starten ;-) Nein... es ist zwar schade, aber sobald eine Schraube fehlt können Biegekräfte auf die restlichen Verbindungen wirken, die schnell zur Zerstörung der Holzrippe führen.
  • Prüfe vor dem Start, dass der Flügel in sich symmetrisch ist und kein Segment leicht verdreht angeschraubt wurde. Um solche Probleme von vorn herein zu vermeiden sollten die Löcher möglichst eng sein, so dass die Schrauben erst gar keine Verdrehung zulassen. Falls es doch passiert ist wirst du es nach dem Start daran merken, dass der Flieger sofort anfängt auf eine Seite auszubrechen.

Was sollte ich bei einem zerlegbaren Modell beachten?

Jede lösbare Verbindung - egal nach welcher Methode - führt zu einer Verringerung der Steifigkeit und Robustheit des Modells - ausser du baust alles sehr massiv auf, was bei einem Flugzeug aber nur bedingt sinnvoll und möglich ist. Beobachte den Flieger genau und taste dich langsam an seine Leistungsgrenzen in Hinsicht z.B. auf Sturzflugtauglichkeit etc. heran.

Christian Knüll / Heidelbergerstr. 6 / 74746 Höpfingen / Deutschland / christian@epp-versand.de